Das Programm auf der Loreley 5.08.2017


The Band and Bugles of the Rifles

 

The Band and Bugles of the Rifles stehen als eines der 22 Musikkorps der britischen Streitkräfte in einer über 200 jährigen Tradition. Noch heute werden Silber-Trompeten benutzt, noch heute marschieren die Musiker mit einem unglaublichen Tempo, mit 140 Schritten pro Minute.

 

Im Jahre 2007 wurden mehrere Einheiten der leichten Infanterie zu einem neuen Verband, zum größten Regiment der britischen Armee zusammen gelegt, mit neuem Namen „The Rifles“ und einem eigenen Musikkorps, „The Band and Bugles of the Rifles“. Die Band verfügt zusätzlich über 20 Soldaten aus den fünf regulären Bataillonen der „Rifles“, die zum Trompeter (Bugler) ausgebildet werden.

 

Gerade wegen ihres hohen Schritt-Tempos ist diese Band die Attraktion bei mancher Musikschau. Wir danken dem Befehlshaber der „Rifles“, General Sir Nicholas Carter, für die Unterstützung des Loreley Tattoos durch sein Musikkorps.


Marsch- und Showband Musikcorps Großen- Linden

 

Das Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden e.V. wurde 1953 als Fanfarenzug gegründet. Im Laufe der Jahr nahm das Orchester weitere Instrumentengruppen hinzu, erweiterte damit auch das musikalische Spektrum Seit 1975 ist es eines der wenigen großen Blechbläser-Ensemble (Brass Band) in Deutschland.

 

Das Musikcorps Großen-Linden verbindet den eigenständigen Klang mit Bewegung und kraftvollen Marsch- und Showdarbietungen in einer ansprechenden Gala-Uniform, die an die Feldmarschälle der k&k-Monarchie angelehnt ist.

 

Die Marsch- und Showband Musikcorps Großen Linden ist ein gern gesehener Gast bei den bedeutenden Tattoos im In- und Ausland, so auch bei den „Deutschland Military Tattoos“.


Red Hot Chilli Pipers

 

Ihr Sound ist heiß, die Show ist heiß, denn es ist „Bagrock“, den die Red Hot Chilli Pipers spielen. Es dürfte wohl die berühmteste Pipe-Band auf diesem Planeten sein. Ihre Botschaft ist eine Mischung aus schottischer Musik mit Rock- und Pop-Hymnen, gespielt auf handfesten Bagpipes und Trommeln mit original schottischem Akzent.

 

Bereits ihr erstes Album „Bagrock to the masses“ erhielt Gold-Status, das dritte Album („Blast live“) wurde gar mit Platin ausgezeichnet. Die Tourneen durch Europa, im nahen Osten und in Indien waren ausverkauft.

 

Die Chillis waren noch nie so gefragt wie in dieser Zeit, und deshalb muss man näher an das Chilli Feuer rücken und es spüren beim Loreley Tattoo 2017.


Fanfara „Bersagliere Guglielmo Colombo“

 

In Italien wurden 1835 leichte Infanterieverbände in Dienst gestellt, die schneller und treffsicherer sein sollten als die übliche Infanterie. Diese Truppe erreichte in kürzester Zeit einen Elitestatus als sogenannte „Bersaglieri“, was übersetzt bedeutet: Scharfschützen.

 

In Lecco am Comer See war z.B. eine Bersaglieri-Division stationiert, und dort haben 1997 Musiker eine Brass-Band gegründet zu Ehren von Guglielmo Colombo, der die Division 1926 dort aufgestellt hat. Das Orchester ist bereits mehrmals in Frankreich zu Gast gewesen, in Norwegen, Belgien, in Südkorea und Russland. Bei ihren Auftritten sind die die Zuschauer immer erstaunt über das enorme Tempo, mit dem die Fanfara „Bersaglieri Guglielmo Colombo“ marschiert, nämlich ausnahmslos im Laufschritt.


Pipers of the World

 

Tattoo-Manager Ulrich Lautenschläger hat 2012 den Begriff „Pipers of the World” geschaffen – er vereint unter diesem Namen verschiedene Pipe Bands, die immer wieder zu besonderen Anlässen zusammengeführt werden, wie z.B. bei den Deutschland Military Tattoos 2013 und 2014 auf Schalke.

 

Bei Tattoos ist es üblich, eine geschlossene Formation mit Pipes and Drums als sogenannte „Massed Band“ aufzustellen, unter der Leitung des Senior Drum Major. Sie ist in musikalischer wie in optischer Hinsicht eine Attraktion. Die vielen Pipes and Drums sind von der Klangfülle ein nicht-alltägliches Hörerlebnis, und die verschiedenen Farben der Tartans bzw. der gesamten Uniformen verleihen dem Klangkörper ein buntes Aussehen.

 

Beim „Loreley Tattoo 2017“ werden die „Pipers of the World“ wieder als spektakuläre Formation mit internationaler Besetzung unter dem Kommando des Senior Drum Majors aufmarschieren, u.a. mit den „1st Revolution Pipes & Drums“ und den „Heidelberg District Pipes & Drums“.


Mainland European Highland Dancers

 

Highland Dances stammen aus dem schottischen Hochland, wurden etwa ab dem 12. Jahrhundert getanzt und sind militärische Tänze. Sie wurden ausschließlich von Männern getanzt. Dabei haben Könige und Clan-Chefs die Männer beobachtet, welche Kraft von ihren Tanz ausging, wie hoch sie springen und wie geschickt sie sich bewegt konnten. Die besten Tänzer wurden zu Soldaten ausgewählt.

 

Die Mainland European Highland Dancers ist eine Formation mit niederländischen, englischen und deutschen Tänzerinnen und Tänzern, die Gudrun McArthur trainiert.


Der Drum Major

 

Der Drum Major führt die Pipes and Drums und gibt den Musikern die Kommandos, die sich auf den Marsch und die Musik beziehen. Er dirigiert sozusagen die Marschformation, entweder mit seiner „Mace“ oder mit der rechten Hand.

 

Beim britischen Heer wurde die Funktion eines Drum Majors erstmals 1650 bei den Drum-Korps eingeführt. Trompeter, Pfeifer und Trommler waren in dem Sinn keine Musiker sondern Übermittler von Anweisungen und Befehlen. Die „Trommeln und Pfeifen“ befehligte ein Drum Major, der über ihre militärische Disziplin wachte, sie in ihrer Funktion auszubilden  und im Feld zu verteidigen hatte.

 

Mit dem Aufkommen von militärischen Konzert-Orchestern im 18. Jahrhundert wurde die Position des Drum Majors in den Musikdienst aufgenommen. Die Ausbildung der Drum Major erfolgt an entsprechenden Akademien. Drum Major entwickeln in der Regel ihren eigenen Stil, mit dem sie das Erscheinungsbild einer Band prägen.

 

Drum Major werden weltweit bei Marching Bands eingesetzt, bei Militär- und High School Bands und ganz besonders bei Pipe Bands. Sie tragen wegen ihrer besonderen Stellung eine Uniform mit wesentlich aufwendigeren Ornaten und Effekten.


Wadokyo

 

Taiko ist die Jahrhunderte alte Tradition des japanischen Trommelns. In Düsseldorf haben sich im Jahre 2000 internationale Musiker gefunden, die sich schon seit Jahren dem Taiko verschrieben haben und die den Umgang mit den Trommeln im Ursprungsland Japan erlernt haben.

 

Sie geben bei aller Harmonie und Synchronität dem Trommelspiel auch durch Individualität ein unverwechselbares Gesicht. Die langjährigen Erfahrungen der Musiker in Tanz und Musik sowie im Sport bilden wichtige Grundlagen für den künstlerischen Ausdruck. Die herausragenden Merkmale ihrer Show sind die akustische und optische Dramaturgie mit ihrer eindrucksvollen Dynamik und Kraft, denn Taiko ist eine Synthese aus Musik, Hochleistungssport und Entertainment. Wadokyo integriert die japanischen Trommeln in unser Kulturverständnis und setzt  einen besonderen musikalischen Akzent.